Wie alles begann
Die Geschichte des Funks wurde u.a. durch die ersten, frei erhältlichen CB Funkgeräte mitgeschrieben. Die Ausgangslage war ein Kommunikationsbedürfnis der breiten Bevölkerung, daher auch die Bezeichnung Jedermannsfunk. Ursprünglich in den USA als Cititzen Band (frei übersetzt etwa "Bürgerfunk") schon 1960 eingeführt, kam der CB Funk etwa 1975 nach Europa und auch in die Schweiz.
Als Modulation wurde AM (Amplitudenmodulation) verwendet.
Die verwendeten Frequenzen liegen im Kurzwellenband (27 MHz entspricht einer Wellenlänge von ca. 11m).

Die Funkkanäle sind durch die periodischen Sonnenfleckenmaxima (Zyklusdauer 11 Jahre) teilweise stark gestört, lokaler Funkverkehr ist dann fast nicht mehr möglich.
Dafür können auch mit einem einfachen Handfunkgerät in diesem Fall Distanzen von mehreren tausend Kilometern überbrückt werden, sogar Verbindungen rund um die Welt sind schon aufgebaut worden. Bedingt durch die AM Modulation wurde bei nicht richtig abgestimmten Antennen oder (verbotener) Leistungsendstufen durch ausgestrahlte Oberwellen (1. Oberwelle liegt bei 27 MHz x 2 = 54 MHz) der Fernsehgenuss der Anwohner teilweise empfindlich gestört, da die Oberwellen direkt die Fernsehkanäle stören können. Die Fernsehbilder werden auch heute noch im AM übertragen und sind damit wesentlich störanfälliger als die Tonübertragung auf FM (Frequenzmodulation) Schlimmer sind jedoch die Störungen auf der 5. Oberwelle, die im Flugfunkbereich liegen und so empfindlich stören können.

Durch die Einführung von FM Modulation im CB-Funk und der stetig steigenden Verbreitung der Kabel-TV Netze und Satellitenanlagen sind diese Störungen heute jedoch weitgehend verschwunden.

Heute werden praktisch nur noch 40 Kanal FM Geräte mit europaweiter CEPT-Zulassung verwendet.

CB-Funk in der Schweiz bis heute
Je nach "Konzessionsdatum" waren nur wenige Kanäle und keine externen Antennen, dann aber auch bis zu 23 Kanäle und externe Antennen zugelassen. Die Leistungen bewegten sich zwischen 0,5 Watt ERP und ca. 4 Watt ERP, die verwendeten Frequenzen liegen im Bereich 26.995 – 27.405 MHz

Heute werden einerseits günstige Einsteiger-Geräte, Paarpreis unter 100 Franken für Kurzstreckenfunk und Kinder verwendet, andererseits werden meist Mobilfunkgeräte verwendet.
Es gibt konzessionsfreie Geräte mit sehr kleiner Sendeleistung < 1mW ( 1 mW = 1/1000 Watt)bis zur Heimstation mit 4 Watt Sendeleistung.
Zeitweise waren in der Schweiz sogar eine Konzession für Geräte mit SSB Modulation zu erhalten, ein Novum in Europa !

Anwendungen für den CB-Funk
Neben familieninterner Kommunikation zu Hause oder z.B. bei Ausflügen, in den Ferien oder bei anderen Gelegenheiten wird der CB Funk auch gerne bei Motorradfahrern oder bei Vereinsaktivitäten eingesetzt.
Das grosse Plus gegenüber dem "NATEL" sind die Kosten.
Während beim grossen Bruder GSM jede Minute Gespräch bezahlt werden muss, fallen beim CB-Funk keine Gesprächskosten an. Gerade dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen. Zudem entfällt das lästige Wählen beim Verbindungsaufbau.

Kann CB Funk abgehört werden ?
Verbindungen können von jedermann innerhalb der Reichweite mitgehört werden. Scrambler etc. dürfen bei CB-Funk nicht verwendet werden.

CB-Funk und die ungeschriebenen Regeln
In der Blüte des CB Funk existierten auch einige ungeschriebene Gesetze wie z.B. der Notrufkanal 9 in AM oder der Truckerkanal 19 in FM. Diese Regeln werden jedoch heute nur noch zu Teil eingehalten oder sind bei Newcomern nicht mehr bekannt.

CB-Funk bei den Brummis
CB Funk wird auch heute noch als "NATEL-Ersatz" z.B. bei Brummifahrern verwendet. Man(n) warnt sich hierüber über Polizeikontrollen, Staumeldungen und kommuniziert miteinander während der Fahrt.
Durch die Verwendung von Selektivruf (meist auf DTMF Basis oder mittels Conrad-C System) können 
auch hier brauchbare Resultate im Nahbereich erzielt werden.

PMR 446
Seit Anfangs 2000 stehen neue Frequenzen für den Betriebsfunk und für die allgemeine Nutzung zur 
Verfügung. 8 Kanäle im 446 MHz Bereich stehen zur Verfügung.

Bis zum 31.12.2000 war der Betrieb der PMR 446 Geräte in der Schweiz konzessions- und kostenpflichtig.
(CHF 7.- pro Gerät und Monat)
Seit dem 1.1.2001 sind die Geräte ebenfalls ohne Konzession und Kosten auch in der Schweiz zu betreiben.
Die Sendeleistung beträgt hier 0.5W ERP, die Reichweite beträgt ca. 3 – 5 Km in freiem Gelände bei Sicht. Aussenantennen dürfen jedoch nicht angeschlossen werden.

Pilotton (CTSS) erlauben auch hier störungsfreie Kommunikation.
Auf Grund der hohen Frequenzen (kurze Wellenlängen = viele Reflexionspunkte ) eignen sich Geräte im 400 – 500 MHz Bereich besser zur Kommunikation innerhalb Gebäuden als Geräte z.B. im 160 MHz Bereich.
Modulation: Schmalband FM, 12,5 KHz Raster, Modulation FM (PM)